Auf! Auf!…und Davon! (Teil 2 – besser Wohnen in Melbourne)
Wir haben gleich einen Stop im Inneren der City gemacht beim Infocenter. “Ujj” hab ich mir gedacht. War ein ganz schöner Shock. Zum Glück war ich Fix und Foxy, sodass mir das relativ am Arsch vorbei ging. Bin da rumgelaufen als ob ich schon einheimisch wäre. Im Infocenter standen die grauen Panther hinter dem Tresen. Eine ältere Frau versuchte uns Informationen zu Backpacker-Hotels zugeben. Anscheinend sind die Altersheime überfüllt und die Leute werden zur Arbeit im Infocenter gezwungen
Jenny hat die Vermieterin von “Burwood Student Living” angerufen und wir machten uns sofort auf den nach Burwood. Dort angekommen stellten wir fest das die Bude schon ihre besten Jahre hinter sich hatte. Der Eindruck von Außen wurde nur noch vom Innenleben getoppt. Die Vermieterin ist eine kleine dunkelhäutige Frau mit gekräuseltem Haar und Brille. Ihre Erscheinung war all das was man unter einer “coolen Oma” versteht. Ihre Tochter war auch da. Nach ihrem Äußeren kann man annehmen das sie im Herbst ihres Lebens steht. Sie präsentierten uns das Anwesen. In Deutschland würde man sowas Gartenlaube nennen. Jenny sagte uns, dass das normal für australische Verhältnisse sei. Da musste ich schlucken. Eine harte Lektion. Vorallem wenn man bedenckt, dass man da für ein halbes Jahr drin ist. Letzlich stimmten wir zu wenn auch nur mit einem mullmigen Gefühl. Dann zum Pfefferkuchenhäuschen der collen Oma(Esther). Nicht zu vergleichen mit unserem. Wir unterschrieben die Verträge fix und düsten zum nächsten Termin. Auf dem Plan stand ein Treffen mit Jennys Freundin Sara d.h. zurück in die City. Im Auto kam ich mir mittlerweile vor wie Ethan Hawk in Training Day als er das Angeldust geraucht hat.- KOMA- Mit Sara haben wir geplaudert und etwas gegessen. Hmmmm
Gegen 16.00 machten wir uns auf die Suche nach einem Backpacker-Hotel. Gleich um die Ecke war das Greenhaus. Die Leute hinter dem Tresen sahen aus wie Bob Marleys Abkömmlige nur weiß. Ihre Mundart typisch australische bloß nur auf Valium. Die Zimmer waren aufgeräumt und relativ sauber. Verblüffend, wenn man bedenckt was Andere erzählen. Es lag eine Kasernenatmosphäre in der Luft. Spinnt, Etagenbetten und Schrank vermittelten einen gewissen Charm. Hat nur noch morgens der lieblich Weckruf des Ausbilder “Angetreten ihr Säcke” gefehlt. Andy und Dan sind auch irgendwann eingetrudelt. Außerdem waren da noch zwei Studis von der Goldcost. Am nächsten Tag haben wir alle im Backpacker noch lecker gefrühstückt und dann haben wir Dan und Andy die Bude gezeigt. Diesesmal sah sie schon besser aus. Eine Putze machte immer noch ihre Tour durch das Haus. Die beiden waren sehr erfreut. Anschließend haben wir die restliche Bürokratie gemacht. Das Fahren hat Fathi übernommen. Hat er verdammt gut gemacht. Ich habe den Copiloten gemacht. Nachdem Alles in trockenen Tüchern war sind wir zur Uni und haben dort einen kleinen Rundgang gemacht.Danach ab ins Hauptquartier. Endlich Schlafen. Am nächsten Tag machten wir uns wieder zur Hütte. Diesesmal mit dem ganzen Plunder. Wir haben fix Alles untergebracht und sind zum Safeway geflitzt. Den Einkaufswagen haben wir fix voll gemacht. Fleisch ist hier sooo billlig. Ich glaub unser Haushalt kann sich mit Muttis messen
Danach gings in die City. Siteseeing auf eigene Faust. Alles ist sehr beeindruckend. Verdammt amerikanisch der Aufbau der Strassen. Jede Seitenstrasse ist ein Mikrokosmos für sich. Bars,Friseure, Kiosks alles da und noch viel mehr. Danach gings ins Crown mit Jenny und Jason. Schon wieder so ein Planet für sich. Robert De Niros Restaurant ist auch dort. Vom Film hab ich nur die hälfte mitbekommen. Die nächsten zwei Tage haben wir uns endlich vom Jetlag erholt. Mehr oder weniger.